Zurück zum Besonderen!

September 2, 2015

Jeder von uns hat ganz besondere Momente erlebt – vor allem mit ganz besonderen Menschen!, und die Gefahr besteht, dass wir unsere ganze Zukunft danach ausrichten, zu wiederholen, was wir in der Vergangenheit erleben durften. Dabei war es eben doch nur besonders, weil es neu war. Um das Neue, das Besondere wieder zu entdecken, braucht es im Kopf eine Einsicht: Wir sollten uns erlauben und annehmen, dass wir uns in bestimmten Momenten einfach nur gut fühlen, und dann fühlen wir wieder. Wir müssen nirgendwo hin, uns vor nichts fürchten was daraus entstehen könnte. Einfach akzeptieren, dass es da ist, dass es ist was wir jetzt brauchen und auch wirklich wollen. Und dann kann dieses Gefühl auch andauern und sich unfassbar vertiefen. Und ist dieser Moment dann doch vorbei, und wir haben ihn angenommen, sind wir plötzlich dankbar – erleben Freude statt Verbitterung und Enttäuschung, statt Hoffnung und Erwartung. Damit verschwindet auch die Angst!

Wonach wir uns sehnen, ist Erfüllung, ist Gefühl. Um es und uns zu finden, müssen wir fühlen, annehmen und WOLLEN was ist, nicht was sein könnte. In der Zukunft liegt kein Gefühl, auch nicht in der Vergangenheit. Da liegen nur Gedanken die sich dem Gefühl und dem was uns wirklich erfüllt, verweigern.

Wir selbst begreifen uns als besonders und sind wieder zufrieden, wenn wir dankbar darüber sind, dass wir so sind wie wir sind. Leider kann man sich nicht in die Dankbarkeit zwingen, man muss verstehen, was die Ursachen sind, dafür, dass wir oft nicht mehr dankbar sein können. Darum habe ich diesen Text geschrieben … und ich bin dankbar dafür, dass ich schreiben kann, weil ich nun mal einfach gern schreibe und denke. Aber nicht mehr um jeden Preis schreiben und denken MUSS.

September 1, 2015

Ich habe mal einen Text über die Freiheit gelesen. Seite Eins: Sieben Mal das Wort “müssen”.

Wir “müssen” doch endlich mal begreifen, dass wir nichts müssen … und wir bemerken nicht, dass alle Ratgeber und Hoffnungen auch nur neue Hamsterräder sind, die uns irgendwo hinbringen “müssten”. Wie kann ich endlich ich selbst und frei sein, wenn ich mich doch erst zu irgendwem selbstoptimieren muss. Wir sind ok, jetzt. Erst dann ist Veränderung möglich, ist ein Weg zu beschreiten, den wir selbst auch endlich gehen und nicht der, der wir gern wären oder glauben zu sein, aber doch garnicht sind. Wenn wir nicht bei uns ankommen, kommen wir auch nirgendwo hin.

Am Ende sollte man auch irgendwann mal den Buddha und all die Lichtgestalten in der Vergangeheit zurücklassen und vor den Spiegel treten. Nichts braucht mehr Mut, als Ehrlichkeit – wer angeblich keine Angst mehr hat und frei ist, sollte sich auch nicht davor fürchten, endlich mal ganz Mensch zu sein. Wer die Einsamkeit, die Leere, die sich hinter aller Angst verbirgt, nicht konfrontieren kann, der kann die Fülle nicht annehmen.

Stattdessen brechen wir lieber nach 39 Tagen Wüste ab, weil die Angst vor der vermeintlichen Niederlage immer noch zu groß war, und wir reden uns stattdessen wieder die Dürre vollkommen – aber sprechen nie aus, was wir fühlen. Wir singen und erzählen über das Sein, das großes Glück und die unermessliche Freiheit, solange, bis wir es selbst wieder glauben wollen. Wir fühlen nurmehr, was wir gern fühlen wollen ….

Nirvana, Gott, Brahman, all das hier und da erlebte Unbeschreibliche … all das wollen wir gern sein, nur nicht das, was wir sind. Dabei ist doch schon das eigentlich so unbeschreiblich, wie alles andere, wenn wir nur aufhören würden, es uns so klein zu reden.

Welch allumfassende Zufriedenheit da einen doch ereilt, wo man nur seinen Frieden damit macht, dass nichts uns jemals allumfassend zufrieden stellen wird.

… wer nicht denkt und spricht, was er fühlt – wer sich seine Stärken und Schwächen nicht (selbst)bewusst macht, der kompensiert irgenwann mit immer mehr Voraussetzungen, die er gar nicht hat, Schwächen, die er nicht sehen will … und irgendwann dreht sich das um. Der Aufstieg und Untergang eines jeden Homo Fabulus! Doch was ist echtes Selbstbewusstsein?

Verurteilung, Machtgefühle und Überheblichkeit sind immer ein Zeichen von mangelndem Selbstbewusstsein – einem Nichtgewahrsein der eigenen Schwächen und damit der Selbstüberschätzung eigener Stärken. Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein suchen sich meist Opfer in der gleichen Selbstbewusstseins-Liga, denen die eigenen Schwächen jedoch zu bewusst und dafür die Stärken gänzlich unbekannt sind. So fühlen sie sich wenigstens überlegen und stärker. Das führt in Abhängigkeiten, zu Machtspielen und Demütigung. Allerdings sind solche “Beziehung” nie in der Lage, das Selbstbewusstsein auf beiden Seiten tatsächlich zu stärken. Es sind Vermeidungs-Beziehungen, der eine geht seinen Schwächen, der andere seinen Stärken aus dem Weg. Wachstum ist so unmöglich, gegenseitige Wertschätzung ebenfalls. Lob aber eben auch Kritik eines Menschen ohne Selbstbewustsein, der nicht zu sich und dem steht, was er sagt, der Wahrheit und Ehrlichkeit meidet, kann im Gegenüber nichts bewirken, ist unecht, muss großgeredet werden, aber ist doch unglaubwürdig. Wer die Stärken des anderen nicht fördert und schätzt, der kann schwer sich von ihm dazu bringen lassen, sich seinen eigenen Schwächen zu stellen, sie anzunehmen und vor allem: endlich auch mal auszuleben. Der eine sehnt sich ingeheim nach Schwäche, der andere nach Stärke … was da für Lust und Energie fliessen könnten, wo man sich dem ausliefern würde. Stattdessen aber meist lieber Theater …

Es bedarf Demut und Wertschätzung des Gegenübers, damit das, was er sagt uns auch etwas bedeuten und berühren kann – und damit unser Selbstbewusstsein über unsere Stärken aber eben auch Schwächen aufbaut. Und nur so können wir die bewussten, wahren Stärken auch darauf verwenden, aus den uns nun bewussten Schwächen keine Blockaden mehr zu machen. Nur so ist Wachstum und Freiheit überhaupt möglich.
In einer Gesellschaft ohne selbstbewusste, STARKE Frauen zum Beispiel, die nicht respektiert und wertgeschätzt werden, wird es kaum selbstbewusste Männer geben, sondern nur solche, die sich maßlos in Machtfantasien überschätzen. In Beziehungen und Familien bedeutet dies, dass Männer und Söhne nie die bedingungslose Liebe einer selbstbewussten Frau oder Mutter annehmen können, sondern nur ihre fordernde und erdrückende Abhängigkkeit erleben und statt geliebt und wertvoll, sich nun gebraucht und unersetzlich halten. Statt Demut und Geborgenheit, Hochmut und Sicherheit … doch nur die Einsamkeit ist sicher, bei allen Beteiligten.

Was bleibt?

Was wir in Gefühlen nicht ausdrücken, das erdrückt uns in Gedanken. Den Lebensgeist im Herzen, erdrosseln wir im Kopf. Der Schlüssel zurück ins Gefühl ist, eben auch nur das auszusprechen, was man wirklich fühlt – auch wenn es oft mit dem Gefühl der Verzweiflung beginnt, dass man nichts mehr richtig fühlen kann. Man richtet nur weiteren Schaden an, wenn man sich und anderen einredet, dass man etwas empfindet, das man eigentlich aber nur gern empfinden würde.

Wir allein entscheiden, ob wir in einer Welt der Taten oder nur der Worte und Gedanken leben wollen – ob wir das Leben gestalten oder nur verwalten – ob wir leben oder gelebt werden wollen. Es ist so trivial …

August 27, 2015

Diese ganze Wut und Verbitterung auf allen Seiten, hat doch gerade weder etwas mit Flüchtlingen, noch mit Rassisten zu tun – es ist die Verbitterungen, dass wir selbst einfach nichts mehr fühlen, höchstens noch, wenn wir uns mal wieder richtig aufregen und enttäuscht sein können. Dieses Mitgefühl, von dem ich so oft lese, ist doch nichts als ein Theater des Gewissens. Die, die am lautesten schreien, sind doch viel zu feige geworden, wirklich noch mitzufühlen, was es wirklich bedeutet, wenn da 800 Menschen in einem Boot ertrinken oder bei 40°C im Schatten in braunen Springerstiefeln und Bomberjacken stumpfsinnig rumgröllen müssen, weil sie es einfach nicht besser wissen. Da wäre man erstmal am Boden zerstört und schreibt sicher keine langen Artikel oder Hasstriaden über die, die angeblich nichts mehr empfinden oder vermeintlich nur zu dumm und unpatriotisch sind, um zu begreifen was hier läuft. Warum diese Aufregung auf ALLEN Seiten, warum kein Mitgefühl mit denen, die nichts mehr fühlen können und dem Hass und der Wut verfallen? Schreibt man sich da nicht einfach nur ins Besserbürgertum, solange, bis man glaubt anders zu sein? *** Und der Sommer blendet unterdessen auf dem Computerbildschirm *** Das Mitgefühl über das man schreibt, ist noch lange kein Mitgefühl das man zwangsläufig empfindet. Wo sind die Artikel, wo Journalisten mal über ihre eigene Zombifizierung schreiben, über das Erleben der eigenen Stumpfsinnigkeit und über diese Hoffnung, endlich mal anzukommen, wieder zu fühlen, sich wieder zu spüren im Rausch des Lebens und sich fallen zu lassen. Stattdessen: Weltpolitik und Handywerbung. Was wir brauchen sind Ehrlichkeit und Mut, Menschen die endlich wieder über etwas schreiben mit dem sie sich auch auskennen und das sie selbst erleben: ihre eigene Hilflosigkeit und Überforderung zum Beispiel. Was wir erstmal nicht brauchen, sind 20.000 weitere Artikel zum Geschehen am letzten Ende der Welt. Und was wir auch nicht mehr brauchen, sind Politiker, die ihre Gefühle vermeintlich nur besser – so wie Maschinen und Roboter – verwalten können. Sie können es eben nicht, wenn sie noch ein Mensch sein wollen.

In was für eine traurige Welt muss man sich eingesperrt haben, dass Neid und Mißgunst soviel Platz bekommen.

Diagnose: Hoffnung!

August 26, 2015

Solange wir kein Vertrauen finden, leiden wir für die Hoffnung. Wir ringen mit der Machtlosigkeit, bis wir die Demut entdecken … und wir erkennen, dass sie das größte Geschenk des Lebens ist, das immer geduldig darauf wartete, dass wir es annehmen.

Das Leben zerschmettert das Ego gnadenlos mit den Enttäuschungen seiner Erwartungen, solange, bis das Unerwartete und Unvorstellbare uns endlich wieder durchdringen kann.

Das Leben, das wir jetzt führen, ist am Ende doch nur das Resultat davon, dass immer alles ganz anders kam. Wer hatte schon für heute Facebook auf dem Schirm, als er damals noch Prinzessin werden oder die Welt retten wollte. Was also sollen die ganzen Erwartungen ?! …

Die schönsten Erinnerungen habe ich ohnehin an die Dinge, die ungeplant passiert sind.

Neues Glück

August 25, 2015

Wir haben oft Furcht vor dem Neuen und sehnen uns stattdessen nach dem Alten, nach dem Vertrauten und Erlebten, das da einst einmal schön war – und wir wollen es wieder erleben. Dabei war es doch eben nur so schön, weil es damals auch nur eine neue und noch unerwartbare Erfahrung – eine bedingungslose Überraschung – war. Wir kannten noch nicht, was uns da zum ersten Mal widerfuhr! Es war noch echt, noch kein Abbild und Ziel im Kopf.

Das Glück das wir schon kennen, kann leider nie wieder das Glück in der Zukunft sein, und doch, es ist oft alles, wonach der Mensch heute noch strebt. Die Furcht vor dem Neuen aber, ist gleichfalls nur eine Furcht vor dem Alten, das sich ebenfalls wiederholen könnte. Der Hoffnung, das eine wiederholen zu können, folgt die Angst, stattdessen etwas anderes noch einmal erleben zu müssen.

Beides ist ein Fluch der Erinnerung, der dem Glück – dem Neuen – im Weg steht. Wir kennen nur das Glück das wir kennen, das Leid beginnt, wo uns das irgendwann reicht. Die Sehnsucht nach der Vergangenheit, führt zum Stillstand, ihre Wiederholung zur Abstumpfung … und zum Kampf um jeden Millimeter Zukunft. Darin brennen wir aus …

Wie aber finden wir aus diesem Teufelskreis wieder heraus? C.G. Jung sagte, “die Befreiung ist nicht durch Imaginieren von Wundern und Lichtwesen zu erreichen, sondern nur indem man Licht in die Dunkelheit bringt”. Nichts anderes erzählten historische Persönlichkeiten wie Meister Eckhard, Buddha, Maharshi… Aber genau davor laufen wir oft weg, wir lenken uns ab, hoffen und drehen uns heiß im Kreis, suchen Therapie und Tabletten und am Ende womöglich noch eher den Freitod als die Freiheit. Wir gehen eher mit unseren funkelnden Illusionen unter – mit unserem verzerrten Selbstbild und all unseren fantastischen Zielen -, anstatt sie loslzulassen und sich davon zu befreien. Bald rebellieren wir gegen jede Behandlung und treiben uns in die Hoffnungslosigkeit. Wer dann die Stimme des Herzens hören kann, der begreift auch, dass es genau diese Hoffnungslosigkeit ist, in der die Er-Lösung liegt – Hilflosigkeit – Machtlosigkeit. Selbst Figuren wie Buddha oder Jesus – erst als sie ihre Begierden und Ängste (“Mara”, “Teufel”) zurückgelassen hatten, fielen sie in ihre Bestimmung und Freiheit. Auch der Weg zu “Gott” in den Religionen also, scheint ein Weg durch die Dunkelheit, auf dem man für die Liebe Gottes kämpfen soll – und der Weg hin zur Erkenntnis in der Wissenschaft, ist ebenfalls ein Weg durch die Dunkelheit der Unwissenheit … so wie der Weg zurück zu uns selbst. Nur wer festgehalten – wer angenommen! – hat, kann auch wieder loslassen. Wir müssen uns dem stellen, was wir nicht sehen wollen. Die Freiheit liegt leider hinter der Angst und hinter allen Gedanken, die die Unfreiheit einfach zur Freiheit erklären.

“Stufen” – ein 4 Uhr morgens Gedicht ….

Liegt die Vergangenheit mal hinter dir
und kann die Zukunft sich entfalten -
Sperrt dich kein Jetzt ein, und kein Hier -
Engt keine dieser Zeitgewalten,
Dann ist es einfach, wie es ist
Und du bist endlich, wie du bist.

Und dann war da noch Monica

Die Buddhisten sagen, wenn du jemanden triffst und dein Herz klopft, deine Hände zittern, deine Knie weich sind, dann ist es nicht die / der Richtige. Wenn du deinen Seelenverwandten triffst, wirst Du dich ruhig und unaufgeregt fühlen und keine Angst verspüren“ … das schreibt jedenfalls Monica Drake.

„Hör auf Bullshit zu wiederholen, den Menschen erzählt haben, die auch nicht erlebt haben, was du nicht erlebt hast“, das würde wohl Buddha zu Monica sagen. Ganz sicher.

Alle singen, dichten und reden über die Liebe, aber die Wenigsten haben mehr als nur eine wage Vorstellung davon, so scheint es. Mit buddhistischen Mönchen über die Liebe zu reden, ist wie bei Angela Merkel einen Rat zur Familienplanung einzuholen. Da sitzen sie den ganzen Tag, meditieren bis ihre Beine steif sind, damit sie ins Hier & Jetzt finden, wo sie doch schon lange sind. Sie begehren ihr Ego zu verlieren, das doch nur von der Gier zehrt, die nie befriedigt werden kann. “Der größte Egotripp, ist die Gier das “Ego” loszuwerden”. Sie drehen sich nur um sich selbst, lassen ihre Familien zurück, aber reden über die Liebe und das Mitgefühl. Sie schlagen mit der Axt vermeintlich ihr Ego kurz und klein, aber treffen doch nur die anderen die verständnislos zurückgelassen wurden.

Die Freiheit liegt hinter der Angst …wenn wir uns nicht fürchten, dann geht es um nichts – dann sind wir entweder schon der Superbubba Buddha oder wir fürchten uns nur schrecklich vor der Furcht. Feiglinge … aber das reicht offenbar schon zum Guru und zum spirituellen Ratgeber heute. Hauptsache alles über das Glück und die Liebe wissen, aber nach dem Satsang schnell wieder ins noble Einzimmerappartment.

Nachtrag: Ach, und dann war da noch Watzlawick.

Aber …

August 18, 2015

Ich scrolle durch meinen Social Media Newsfeed und habe heute das Gefühl, mit meinem Touchpad durch das Abflussrohr einer öffentlichen Toilette zu navigieren. Mein Macbook wird zur Gullidrohne. Jeder hat eine Meinung, und ich sogar drei – zu tausenden Dingen, über die wir nur genug Ressentiments und Vorurteile haben. Und wenn wir doch mal sprachlos sind, dann lassen wir eben eine historische Persönlichkeit, deren Namen wir wenigstens halbwegs richtig schreiben können, für uns in einem klugen Zitat sprechen. Von Averroës und Eusebius Caesaream liest man trotz Autokorrektur auffällig wenig auf Facebook. Davor und danach aber in jedem Fall ein Video posten, das die Herrlichkeit des Menschen belichtet, dann ist jeder Scheißdreck gut gerahmt. Im Zweifel, Katzenvideos, klar, die gehen immer, die sind doch so schrecklich süß, da vergißt man vor lauter Streichelnwollen wenigstens jedes SELBSTkritische Denken. Hachhh …

Im Moment geht es in den Beiträgen vor allem um Flüchtlinge aus Krisengebieten, die man nicht so gerne streicheln mag, und, ganz wichtig – das muss der Deutsche natürlich unterscheiden! – es geht auch um Wirtschaftsflüchtlinge – da wird die geistige Verstopfung noch irgendwie zum Durchfall, da kommt noch was! Da kann man sich austoben, wenn man schon nicht direkt selbst betroffen ist, oder zu beschäftigt damit, zu helfen oder zu verändern. „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber …“ Und da hat dieses garstige kleine Wörtchen „aber“ doch glatt wieder das Wörtchen „darum“ in den Charts der meistbenutzen deutschen Wörter überholt. Deutschland sucht sein Superwort.

Ich glaube ja wirklich an das Gute im Menschen, und daran, dass wir nicht grundsätzlich blöd sind, ABER …

… warum müssen diese Flüchtlinge nur nach Deutschland kommen, fragt da eine junge Frau im Kommentar. “Wir” haben es doch auch allein und ohne Hilfe nach dem 2. Weltkrieg geschafft und alles selbst hier neu aufgebaut, stellt sie fest. Unfassbar dumm. Trümmerfrauen, überall, immer noch!

Dann trinkt eine andere Frau – diesmal wohl eine Australierin! – auf Youtube drei Liter Milch auf Ex und kotzt die auch wieder auf den Rasen. Zwei Rekorde auf einmal, Hut ab – und Recht hat sie, denn mir ist auch schon lange schlecht. Dann, krasse Typen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Basketbälle auf möglichst unmögliche Weise in einem Korb zu versenken. „Awesome!“ Noch der größte Scheiß, aus dem entferntesten Winkel der Welt. Aber dann endlich Brüste! Sideboobs, Frontboobs, Entenschnuten … Trümmerfrauen, noch mehr davon! Ist wohl ein internationales Phänomen. Alles was mehr als zwei Zeilen und zwei Brüste hat, wird ohnehin nicht mehr wahrgenommen und geteilt. Aber es gibt ja Gott sei Dank noch genug zweibrüstige Frauen, die nicht mehr als zwei kluge Sätze schreiben können. Passt schon!

Und da ist er auch schon, es wurde Zeit!, der erste Buddhaspruch des Tages – der uns heute davor warnen soll, dass ein großer spiritueller Frequenzwechsel im Universum ansteht und wir bloss bereit dafür sein sollen. Und ich bin bereit, denn es ist mir inzwischen völlig egal, auf welcher Frequenz wir uns selbst und die anderen einfach nicht mehr verstehen können.

Wir brennen uns darin aus, uns und unsere Meinung mitzuteilen und jede andere Meinung im Kopf oder Kommentar mit uns selbst zu garnieren – dann bleibt wenig Energie für Veränderung. Mitteilungs-Burn-Out! Früher war dafür die Bushaltestelle oder der Stammtisch da, das waren immer nur ein paar Minuten. Aber da hat auch noch jemand zugehört, man hat selbst einfach mal NUR zugehört! Das Internet ist heute leider immer, und ist überall und ist ignorant und taub. Ignoranz ist eben doch keine Option im digitalen Zeitalter, die Flut an geistigem Dünnschiss reißt auch die irgendwann mit weg, die sich die Augen und Ohren zuhalten. Zuviel Dummheit und Ignoranz betrifft uns am Ende doch wieder alle, und irgendwann ganz akut.

Geistige Umnachtung, schon 10 Uhr morgens. Ich geh kotzen … ABER richtig.

Liebe braucht Mut

August 14, 2015

“Liebe braucht Mumm. Nur mutige Menschen können lieben. Feiglinge können das nicht. Denn die Liebe braucht das größte Opfer überhaupt: Hingabe. Liebe fordert eine Art Selbstmord. Das Ego muss fallen gelassen werden. Dann ist Liebe möglich. Nur wenige Menschen haben den Mut, das Ego loszulassen und ein Nichts zu sein, ein Niemand.

Die Persönlichkeit kann keine Liebe erfahren. Nur als Nichts kann dir Liebe widerfahren. Liebe geschieht nur, wenn du nicht bist – sie passiert in deiner Abwesenheit. Wenn du mit dir selbst angefüllt bist, dann bleibt der Liebe kein Raum hereinzukommen und sich auszudehnen. Deshalb sieht man so viele Menschen über Liebe sprechen. Sie komponieren Lieder und philosophieren über die Liebe. Aber sie verlieben sich nie. Die großartigen Liebhaber können meist nur schlecht lieben. Das ganze Herumreden und all die Gedichte sind nur ein Trick des Verstandes, damit sie sich selbst etwas vormachen können: Seht mal, wie gut ich lieben kann. Mit diesem Trick erschaffen sie sich die Illusion, dass sie großartige Liebhaber sind und dabei wissen sie überhaupt nicht, wovon sie reden. Liebe bringt Leidenschaft fürs Leben mit sich.

Ohne Liebe wird man zu einem Baum ohne Blüten und Früchte. In diesem Leben ohne Liebe schleppt man sich irgendwie dahin und lebt lauwarm am Minimum. Nur die Liebe macht dich heißblütig, nur die Liebe verleiht dir Leidenschaft fürs Leben. Viele Blüten gehen in der Liebe auf. Viele Lichter werden angezündet. Dann ist das Leben nicht mehr dunkel.

Liebe braucht Mut.”

Zitat Osho, aus “Beziehungsdrama oder Liebesabenteuer

Ich glaube mehr muss man dazu nicht schreiben, dichten oder singen. Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Passend dazu gibt es ja Podcast Folge No. 25.

August 9, 2015

In allem suchen wir einen Sinn, aber vielleicht sollten wir uns mal nach dem Sinn des Sinns fragen. Und danach, worin eigentlich der Sinn liegen soll, dass wir uns selbst das Leben oft so schwer machen, dass uns nichts und niemand mehr ganz genügt, und erst Recht, wir uns selbst nicht. Welchen “Sinn” macht es, dass wir uns Herausforderungen, denen wir uns nun mal stellen müssen, auch noch permanent in Form eines „Ich habe keinen Bock darauf!“-Mantras vor Augen führen? Ich sag nur Steuererklärung!

Es sind unsere eigenen Gedanken die uns ankotzen! Das Problem ist, wo man Gefahr läuft, das zu begreifen, hat man plötzlich aber auch keine Lust mehr weiterzudenken oder man wird auf einmal so schrecklich müde oder zerstreut sich wieder. Ja, WIR sind selbst jedes Problem und wir haben gar keine Lust darauf, etwas daran zu ändern. Wir wollen gar keine Wahl haben eine Wahl zu haben. Der Teil in uns, der alles optimieren und verbessern will, bräuchte als einziger eine Grundüberholung. Das ist das Problem, wenn es da je eines gab! Nichts von dem, worüber wir nachdenken, müssen wir verändern – sondern erst einmal das, was diese Gedanken zur Welt bringt. Dazu müssen wir uns aber von einem ICH lösen, das nurmehr Gedankeninhalt, ein falsches (Selbst)bild geworden ist. Dann hören wir auch damit auf, anderen und unseren Kindern solchen Quatsch einzureden … wer die Welt befrieden will, sollte erstmal den eigenen Frieden finden. Damit fängt es an … aber darauf kommen wir leider oft erst erst ganz am Schluss, wenn wir die Welt wieder verlassen müssen.

Das Nur-Denken ist schön …

July 29, 2015

Auch wenn die folgenden Gedanken erst einmal trivial erscheinen, sie wirklich zu Ende zu denken und erst darin auch zu begreifen, hat mein Fühlen, mein Er-Leben in nur einer gedankenschwangeren Nacht grundlegend verändert. Ich möchte diese Gedanken daher gern mit Euch teilen, auch wenn mir klar ist, dass sie in den klugen Gedanken anderer womöglich als naiv abgestempelt werden und nicht jeden erreichen wollen. „Stay foolish!“, sagte Steve Jobs vor seinem Tod, vielleicht kommt Weisheit eben doch nur zu den Narren, wer weiß.

Wir denken niemals über das nach, was gerade ist. Denken ist das, was stattdessen passiert, während alles einfach weiter passiert – Denken ist eine Meinung über das was gerade passiert ist und das was nun damit passieren soll, und das weiß eigentlich auch jeder. Denken erwächst aus einer Ursächlichkeit, einem vermeintlichen Grund und führt in ein Ziel (von A nach B). Aber wir denken nur über Gedanken nach – über ein Weltbild oder Selbstbild, wir denken das – was ist! – zur Theorie, zur Meinung. Was im Kopf SEIN SOLL, kann schwerlich SEIN und uns berühren. Einfach mal jetzt über etwas nachdenken und dabei achtsam sein, genau beobachten….. &/%$§-+#”!!!?.!(…)° …

Das Denken zieht uns aus dem Hier und Jetzt. Merkt und begreift man nur wenn man achtsam ist. Denken findet entweder in der Vergangenheit statt (du denkst über den Text nach den du gerade gelesen hattest und nurmehr erinnerst, während er aber währenddessen einfach nur weiter vor dir liegt) oder Denken ist die Erwartung einer Zukunft. Das Denken hat nichts mit dem zu tun, was ist. Das, worüber wir nachdenken, ist also niemals die Realität. Je mehr wir denken, desto mehr verlieren wir den Bezug zu dem, was ist. Im schlimmsten Fall entgleiten wir vollständig in diese Parallelwelt der Gedanken, während die Welt gar nichts mehr mit uns macht – wir nichts und niemanden mehr spüren. “Hölle!”

Einer der Gründe warum wir dem Moment, dem Sein entfliehen, ist, weil wir in Gedanken vorher die Sorge in Form einer Vorstellung hatten, was dieses Sein sein könnte. Es gibt im Kopf unzählige Gründe um nicht “SO!” zu sein. Dort gibt es Gefahren, den Tod und die Vergänglichkeit, Machtlosigkeit und Leid, und damit gibt es die Begierde, anders zu sein. Mit dem Denken glauben wir dem entfliehen zu können – solange ich etwas (sein) will, habe ich das Gefühl von Kontrolle. Jedoch fliehen wir gar nicht vor dem unfassbaren Einfach-Nur-Sein, sondern nur von einem Gedanken in den nächsten, vermeintlich besseren. Jeder Gedanke verspricht uns etwas, stellt etwas in Aussicht. Das einzige Ziel des Kopfes ist aber nicht das Glück und schon gar nicht das tatsächliche “mal Ankommen!” das er verspricht und sich erdenkt, sondern, eben: das einzige Ziel des Kopfes ist das unentwegte Denken! Nur dazu ist er da. Der Kopf ist ein Problemlöser und kein Glückssucher. Der Ausweg aus einem Problem ist immer nur der Umweg in ein neues, jetzt noch klügeres. Er-Lösung davon ist keine Lösung eines weiteren Problems. Mit dem Denken aufhören zu wollen, ist auch nur ein neuer Gedanke und eine weitere Begierde. Wir begehren das Nichtbegehren – der Versuch anzukommen ist auch nur ein neue Reise im Nirgendwo. Eine kluge Strategie?

Nicht falsch verstehen! – das Denken ist ein wunderbares Werkzeug, mit dem in Leidenschaft schrecklich kreative Dinge vollbracht werden können, wenn wir danach auch in die Handlung finden, dann, wenn sich das Denken wieder als Nurdenken begreift – und nicht als Richter und Henker über ein vermeintliches Schicksal und Welt- und Selbstbild das der Realität entsprechen könnte. In dem Moment, wo das Denken wieder nur zum Denken, zur reinen Abstraktion wird, schlägt das Herz wieder in dem was ist, und es wird berührt – sogar wieder von unseren Gedanken. Und es schlägt vor Unfassbarkeit. Wie früher, als wir noch Kinder waren!

Der Treiber hinter allem Denken ist das Sein-Wollen und die Angst vor einem Sein, das nur im Kopf sein soll, aber nicht in der Gegenwart IST. Und nach drei Jahren, in denen ich mich bis zum Erbrechen mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, bin ich mir sicher, dass hinter allen unseren Begierden etwas (sein) zu wollen, nur die Angst vor der Machtlosigkeit verbirgt, dass alles vergänglich ist. Aber eben auch das ist nicht mehr von Bedeutung, wenn ich nurmehr im Augenblick lebe und mir kein unerfülltes Selbstbild mit langer Geschichte und noch großen Zielen zur Erfüllung zusammen”denke”.

„Wir leiden, weil wir begehren“ (Buddha)
„Das Leben ist Leiden [Dukha]“ (auch Buddha)

Ergo: Leben ist Begehren!

„Aber es gibt auch ein Ende allen Leidens“ (Buddha)

Und so muss es auch ein Ende des Begehrens geben, und das alles andere als Leiden sein. Nirwana und so. *lacht*

Am Ende, so heißt es, kommt die Weisheit nur zu den Narren. “Die, die wissen, die reden nicht. Die, die reden, die wissen nicht. “Das Tao über das man reden (und denken) kann, ist nicht das Tao.” (Taoismus) “Wer weiß was Brahman ist, der weiß es nicht. Wer es nicht weiß, weiß es.” (Hinduismus). “Du sollst (kannst) Dir kein Bild von Gott machen.” (Christentum)

„Stay hungry, stay young, stay foolish, stay curious, and above all, stay humble because just when you think you got all the answers, is the moment when some bitter twist of fate in the universe will remind you that you very much don’t.“ (Tom Hiddleston)

Dazu passend: Podcast Folge 24 – Vom Anehmen und Loslassen vom 22. Juni

[Zum vorherigen Beirag: "Auch ich werde sterben" vom 27. Juli]

July 27, 2015

Zum zehnten Mal also, werde ich in wenigen Stunden 29 Jahre alt. Ich sitze im Korbsessel auf der Veranda, rauche eine Zigarette und habe die Arbeit am Buch für heute eingestellt, obgleich ich gerade erst die dritte Tasse Kaffee im Blut habe. Ich verspüre jetzt eher den Impuls, die letzen 12 Monate in einem Text ohne Kapitel und Index abzuhandeln. Vielleicht veröffentliche ich ihn auch. Entscheide ich erst nach dem letzten Satzzeichen.

Zwischen all den Reisen – Vorträge und Interviews -, zwischen den fruchtbaren und inspirierenden Begegnungen und Dialogen, ein roter Faden zieht sich durch das letzte Lebensjahr, an dem ich doch in jeder stillen Minute wieder anknüpfte: dieser innere Dialog, diese Reise hinein in mich selbst. Stundenlang – egal ob zu Fuß in den Wäldern, auf dem Gaspedal auf der Autobahn, im Bett – in jeder freien Minute: dieser Dialog mit mir selbst, dieses Ringen mit Gedanken, die einfach nicht begreifen wollten, dass sie nicht begreifen können. Klammern an alten Vorstellungen und Gewohnheiten – immer die gleichen alten Denk- und Handlungsmuster – wieder und wieder, bis sie einem mit 37 Jahren dann doch endlich mal zum Hals raushängen. Immer nur im Kreis. Bis du kotzt und keinen Bock mehr auf dieses Hamsterrad hast, bis du die Möhre vor der Nase nicht mal mehr riechen willst. Sie stinkt!

Man kann sich nicht selbst lieben, wenn man sich selbst nicht auch im anderen gefunden hat. Das ist wie, als wenn man sich selbst in die Augen schauen oder sich selbst küssen will. Klar, kann man machen, aber hat trotzdem nichts mit “LIEBE” zu tun. Die Menschen, die wir als selbstverliebt abstempeln und verurteilen, bräuchten die Vergebung mindestens genauso dringend wie wir selbst. Sie sind unser Spiegel, in denen wir vermeintlich aburteilen können, was wir selbst in uns nicht ertragen wollen.

“Liebe ist die Abwesenheit von Urteil”

Jetzt sitze ich hier, beinahe 38 Jahre alt und schreibe im Sonnenuntergang über den Untergang meiner alten Welt, meiner vermeintlichen Identität einer ewigen Selbstoptimiererin und meinem Selbstverständnis, dass das Glück und die Zufriedenheit doch direkt vor mir liegen müssten. „Wenn ich doch nur noch … dann aber!“



Nun ist es still geworden in meinem Kopf. Es hat sich erschöpft, es ist ausgedacht. „Reductio ad absurdum“. Gefunden wurde nichts, nur ein leeres Ich, Inhalt von Gedanken, die mir 37 Jahre lang eingepflanzt wurden. „Ich“, eine leere, dehnbare Form, in der Konzepte angeblich zur Beständigkeit und Permanenz ausgehärtet werden könnten – eine Form, die treudoof auf Erfüllung und Unvergänglichkeit hoffte. Es ist still geworden, am Ende: nichts als Machtlosigkeit. Und plötzlich: Was für ein Er-Leben!

„Ich“ werde sterben. So profund.

Wusste ich immer, jetzt habe ich es endlich auch begriffen. Auch wenn der Weg ins Begreifen die Hölle war. Warum will man sich das Begreifen also antun, warum nicht weiter so tun als ob es nie … ? Warum nicht lieber weiter den Begieren nachrennen und Augen zu vor dem, was Angst macht?

Weil das zweite Leben angeblich beginnt, wenn man begreift, dass man nur eines hat. Und ja, das stimmt! Noch jede Meinung oder Theorie, jedes Selbst- und Weltbild, alle Verhaftung, all die Ziele … all das ist verloren, irgendwann. Und sonst so? Nach wie vor sitze ich noch im gleichen Zug der Kausalität wie früher, dieser schaukelnde Interregio ohne Klimaanlage, der einen vom Kreissaal bis zum Friedhof bringt – aber ich habe aufgehört, wie ein Idiot am Steuerrad zu drehen. Als ob das jemals etwas gebracht hätte … auf Schienen. Is klar! Alles was ich dachte, was ich sein könnte, erstickt zusammen mit dem Feuer der Neuronen in meinem Gehirn. Was bleibt, ist unberührt von Ursächlichkeit und Schicksal, liegt außerhalb von Macht und Kontrolle … ist frei von Vergangenheit und Zukunft, geht nie zu früh und kommt nie zu spät. Was bleibt ist Er-leben, Wahrnehmung und einfach so sein, wie ich bin und immer war. Und dann ist auch wieder die Welt, so wie sie einfach nur ist und immer war – und sie ist bunt und gewaltig, ist lebendig, bewegend und unfassbar schön … vollkommen, auch ohne unser Zutun und unsere Optimierungspläne im Perfektionswahn. Und darin sind wir dann eins, ich, die Welt, im So-Vollkommen-Sein. Ich weiß dann zwar nicht mehr, ob ICH glücklich und zufrieden bin, ohne den Kopf … aber das spielt auch keine Rolle mehr, wenn ich loslasse und mich einfach nur ganz im Rot einer Rose verliere, im Blau des Himmels auflöse oder mich im Schwarz der Buchstaben begreife, die ich gerade tippe. Man muss nicht alles nur wissen und verstehen, auch mich nicht.

„Ich“ werde sterben. Ende aller Selbsterkentnis und Machtfantasie. Wenn schon “Erleuchtung”, dann auch bitte die absolute Entäuschung des Egos. Alles andere liegt hinter den Gedanken und ich bin das, was sie denkt … bin kein Gedankeninhalt. Keine Ausrede mehr also, um nicht auch endlich richtig zu leben. Mit 38 Jahren, ein Privileg diese frühe Erkentnis. Ich wünsche Euch zu meinem Geburtstag gleich alles Gute, von Herzen, und auch Euch ein zweites Leben! Für das erste können wir nichts, das zweite aber, das liegt in unserer eigenen Verantwortung.

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