Rudern für die Stille, das heisst sicher nicht, dass wir schweigen sollen! Aber NUR reden? Tag für Tag bekomme ich eine Menge kluger Sprüche um den Kopf geworfen. Wie könnte es auch anders sein, wo sich gerade eine Frau anschickt, allein über einen Ozean zu rudern. Und dann schaue ich mich um – frage mich, wohin uns altkluge Menschen, mit noch altklügeren Sprüchen geführt haben. Ich will ganz unbedingt anders sein – ich kann anders sein. Und ich bin anders – dieses Projekt ist anders! Und ihr?

Mein Boot auf dem Atlanitik Ich unterstütze mit dieser Aktion ganz bewusst und aktiv die Kampagne “Silent Oceans” von OceanCare bzw. der Internationalen Ocean Noise Coalition. Denn wie könnte ich Kindern heute dieses Boot zeigen, von Walen und Delphinen erzählen, um große Augen in Ihre Gesichter zu zaubern, wohlwissend, dass wir im Begriff sind diese Geschöpfe auszurotten. Wohlwissend, dass Delfinmütter in diesem Lärm für immer von ihren Kindern getrennt werden, und diese allein nicht überleben können. Wie kann ich von Walgesängen schwärmen, wo ich weiß, dass sie zu tausenden mit inneren Verletzungen an unseren Stränden angeschwemmt werden. Und das ist nur die dunkle Spitze eines gewaltigen, bedrohlichen Eisberges, der da in unsere Zukunft treibt.

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Viele Wale mussten stranden, bevor internationale Gremien die gefährliche Dimension des Unterwasserlärms ernst zu nehmen begannen. Schiffsverkehr, Militärsonare sowie seismische Tests zur Ortung von Erdölvorkommen erzeugen in den Meeren ein zuweilen ohrenbetäubendes Dröhnen. Wenn Wale aufgrund des Lärms stranden, sehen wir aber nur die Spitze des Eisbergs. Die Beschallung setzt auch den Fischbeständen zu. Summiert man die Folgen des Lärms mit jenen der Überfischung sowie der Meeresverschmutzung, wird klar, dass die Nahrungskette hochgradig geschwächt sein muss. Immer mehr Meerestieren droht der Hunger. Aber auch die Menschen werden darben, denn ein Grossteil vor allem der ärmeren Weltbevölkerung ist auf Fisch als primäre Proteinquelle angewiesen.

Erst einmal möchte mit meinem Projekt nicht nur Spendengelder sammeln, sondern vielmehr diese Tatsachen vermitteln, über die Probleme informieren – dem Lobbyismus der Verursacher etwas entgegen stellen – im Zweifel so ein “verrücktes” Ruderprojekt. An Schulen, die ich mit dem Boot besuche, in Vorträgen. Die Lobby von Militiär und Ölindustrie ist weltweit im Besitz des größten Argumentes zur Verfechtung ihrer Interessen: Geld. VIEL Geld. Jetzt könnte ich die Ruder strecken, als kleines Licht. Oder aber ich könnte nach all der Planung endlich aufstehen, losrudern und ein Zeichen setzen!


Darüber hinaus unterstütze ich mit diesem Projekt die Arbeit der Organisation Deepwave e.V., die sich ebenfalls sehr intensiv im Meeresschutz engagiert. Näheres auf der Webseite www.deepwave.org