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	<title>Row for Silence - Janice Jakait</title>
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	<description>Eine Frau, ein Ruderboot, ein Ozean</description>
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		<title>Licht und Leuchttürme</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Mar 2013 21:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Danke an alle von Euch, die mir im letzten Jahr Licht gespendet, die mir beim Augen öffnen geholfen haben &#8211; nachdem ich völlig überwältigt vom Ozean heimkehrte und in einem Meer an neuen Fragen ertrank. Menschen wachen auf, und in Folge verrücktester Synchronizitäten finden sie sich, verbinden sich, erfüllen sich gegenseitig mit Hoffnung und Liebe. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Danke an alle von Euch, die mir im letzten Jahr Licht gespendet, die mir beim Augen öffnen geholfen haben &#8211; nachdem ich völlig überwältigt vom Ozean heimkehrte und in einem Meer an neuen Fragen ertrank.</p>
<p> <a rel="lightbox" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-5-3-13/_magical.jpg"><img class="alignleft" title="Janice" src="/assets/Blog-5-3-13/_magical.jpg" alt="" width="160" /></a>Menschen wachen auf, und in Folge verrücktester Synchronizitäten finden sie sich, verbinden sich, erfüllen sich gegenseitig mit Hoffnung und Liebe. Werden Leuchttürme, die so hell leuchten, dass andere sie auch hinter geschlossenen Lidern nicht ignorieren können, und beginnen sich an diesem unglaublichen Licht zu wärmen und zu erhellen. Dieses Licht ist das Öl, das die festgerosteten Glieder wieder in Bewegung bringt, es ist das Blut, das Hoffnung und Liebe durch die trockneten Adern pumpt &#8230; und uns begreifen lässt, dass der Alltag hier nicht alles ist, dass da so so viel mehr in uns schlummert, das uns die Sprache raubt vor Schönheit &#8230; wo wir nur hinsehen. </p>
<p>Ich habe die Augen weit aufgerissen, ich sehe Euch am Ufer, Euch Leuchttürme. Ich zerfliesse wieder in diesem Projekt, ich schlage wieder Wurzeln im Salzwasser &#8230; und wachse &#8230; und wachse &#8230; und blühe. Ich hätte nie geahnt welche Energien frei werden, wenn man sich wirklich einem Traum verpflichtet und ihn lebt. Energien, die nicht  immer einfach zu bändigen waren. Aber manchmal müssen wir den Stromschlag spüren, den wir zum Aufwachen brauchen &#8211;  und das ist nicht immer der, den wir uns wünschen. </p>
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		<title>Gegen den Wind, gegen den Kopf</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 22:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut, dann verkünde ich einfach mal die frisch zementierte Entscheidung &#8211; bin mir völlig im Klaren darüber, dass es danach kein Zurück mehr gibt. Die Konsequenzen sind mir bewusst. Also … Nicht weil es einfach ist, aber weil ich es einfach tun zu müssen meine, habe ich entschieden, dass ich ohne Sponsorenlogos auf dem Boot [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, dann verkünde ich einfach mal die frisch zementierte Entscheidung &#8211; bin mir völlig im Klaren darüber, dass es danach kein Zurück mehr gibt. Die Konsequenzen sind mir bewusst. Also …</p>
<p>Nicht weil es einfach ist, aber weil ich es einfach tun zu müssen meine, habe ich entschieden, dass ich ohne Sponsorenlogos auf dem Boot weitermachen werde. Entschieden habe ich das aus dem Bauch heraus, nicht aus dem Kopf. Und im Moment kann ich mir im Kopf nicht einmal vorstellen, wie das praktisch überhaupt möglich sein soll &#8211;  dennoch stimmt mein Kopf darin überein, dass es &#8220;wohl&#8221; richtig so ist, und damit möglich sein wird. </p>
<p><img  src="/assets/connection_logo.jpg" width="785px" border="0px" alt="" /></p>
<p>Gerade erst erklärte ich in einem Interview, dass mich die Ruderaktion auf dem Atlantik sehr verändert hat, mir die Augen öffnete, mich vom Wissen zum Begreifen führt(e). Vom Kopf zum Herzen zum Bauch. Wenn dem so ist, dann würde ich nicht einfach so weitermachen, wie ich 2010 hier begann. Entscheidendes würde sich auch in meiner Einstellung zum nächsten Projekt ändern, nicht nur im Privatleben. Wir werden sehen &#8211; aber diese Entscheidung heute ist ein erster Fingerzeig, in welche Richtung ich in Zukunft laufen, segeln und kiten möchte: In die Richtung, an deren Horizont mich eine Insel der Hoffnung erwartet, auf der ich glaube am meisten bewegen zu können … und vielleicht muss ich auch kreuzen um dorthin  zu gelangen. Und eine Insel, wo es am wenigsten kümmert, dass ich soviel Idealismus in der Schatzkammer meines Bootes habe.</p>
<p>Ich bedanke mich natürlich bei meinen Sponsoren 2011/2012. Nie wäre ich damals ohne Euch angekommen. Und viele von Euch waren aufgeschlossen mich weiter zu begleiten. Das freut mich sehr, und zeigt, dass wir auf einer Welle rudern. Doch das neue Boot möchte ich unbedingt und ausschließlich einer ungleich wichtigeren Umweltkampagne, einer verrückten Vision und großen Träumerein widmen. Weil es richtig so ist, und weil diese Aktion nur authentisch sein kann, wo mein Bauch wieder volles Mitspracherecht bekommt. Ich weiß nicht, ob ich mit dieser entrückten Einstellung so viele Menschen erreiche, wie mit der letzten Aktion, aber ich hoffe, ich erreiche vielleicht die richtigen, und das etwas intensiver. Im schlimmsten Fall erreiche ich niemanden &#8211; und alle schütteln den Kopf &#8211;  aber ich tue das, was ich mich einfach glücklich und zufrieden macht &#8230; und keinen weiteren Schaden anrichtet. </p>
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		<title>Na dann halt über den Pazifik!</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 13:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die vielen herzlichen Gespräche auf der boot in Düsseldorf, haben mich wieder angestoßen, und siehe da, plötzlich finde ich mich knietief im Wasser wieder. Ich bin zurück in meinem Element, in den Ozeanen dieser Welt! Ich suche wieder die Stille da draußen, wenngleich jetzt auf einer anderen Route, auf einem anderen Meer, in einem anderen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die vielen herzlichen Gespräche auf der <a href="http://www.boot.de">boot</a> in Düsseldorf, haben mich wieder angestoßen, und siehe da, plötzlich finde ich mich knietief im Wasser wieder. Ich bin zurück in meinem Element, in den Ozeanen dieser Welt! Ich suche wieder die Stille da draußen, wenngleich jetzt auf einer anderen Route, auf einem anderen Meer, in einem anderen Boot &#8211; mit einem neuen Horizont vor den Augen, und einer ganzen Menge Erfahrung in den Händen.</p>
<p>Neunzig Tage allein auf dem Atlantik, 6500 Kilometer im Ruderboot &#8211; hier steige ich  aus und hänge die Ruder an die Wand. Es ist genug! Ich möchte das nicht wiederholen, nicht mit dem Kopf in Trance im monotonen Rhythmus der Ruderschläge auf ewig hängen bleiben. Ich muss weiter!</p>
<p>Der Atlantik hat mich angefixt, schon hänge ich an der Nadel des Pazifiks. Sofort mit schweren Entzugserscheinungen konfrontiert, wo ich nur an etwas anderes denke. Aber der Wind trocknet mir dann schnell den Schweiss auf meiner fiebrigen Stirn. Ja, dieser Wind. Dieser Wind … </p>
<p>Packen wir es an! Folgen wir dem Wind! Wieder völlig allein auf dem Wasser, in einem winzigen Boot, das nie gebaut wurde um über eine Ozean zu segeln, in einem Boot für Freizeitkapitäne. Es wird modifiziert, umgebaut. Kleiner als mein Ruderboot soll es sein &#8211; das ist die Vorraussetzung (<23ft, 7m). Jetzt schaue ich gerade, und wähle die Modelle, die in Frage kommen. Ich habe ein paar Favoriten, natürlich, und ich versuche nun die Hersteller von dieser Idee  zu begeistern. Die ersten Gespräche auf der Messe verliefen sehr positiv - ich bin es in jedem Fall!</p>
<p>Also, spinnen wir den Faden weiter, nehmen das Garn dort auf, wo ich es vor einem Jahr abgelegt habe. Ich möchte das für mich tun, und, keine Frage, ich tue das, weil die Kampagne gegen den Unterwasserlärm  wichtige Werte generiert, die ich auch weiter in der Welt verteilen helfen möchte. Weil es einfach Richtig ist PUNKT</p>
<p>Der Atlantik hat mich verändert, grundlegend. Nach fast einem Jahr zurück an Land, fühle mich mich wie neu geboren, ich öffne die Augen - bin aber auch ein Stück weit geblendet. Ich werde nicht mit den gleichen belanglosen Fragen wie 2011 aufs Wasser gehen und Antworten suchen, nein, aber ich werde nun die fundamentalen Fragen mit auf den Pazifik nehmen, die der Atlantik in mir an die Oberfläche spülte und mich hier um Antworten bemühen ... in innerer Stille, in Einsamkeit. </p>
<p>Ich bin nicht mehr das kleine Küken, muss niemandem mehr etwas beweisen - wohl aber mich mit meinem Anspruch messen. Ich kenne meinen Weg und meine Fähigkeiten - und ich weiß nun, dass ich viele (sehr viele!) von Euch da draußen mit der letzten Kampagne erreicht habe, und Ihr wirklich mitfiebertet. Das hat mich tief berührt! Dieses Projekt erfüllt mich im Herzen nur, wenn ich EUCH wieder mitnehmen kann, den IHR seid mein Wind. Für so ein Projekt wichtiger als Sponsoren und Medien zusammen - auch wenn mir so ein Statement nun ganz sicher nicht bei der Medien- und Sponsorenarbeit helfen wird. Sei's drum :-) </p>
<p>Also … setzen wir die Segel?</p>
<div class="gallery-class"><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/1.jpg"><img class="nofloat" title="Boot 2013" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/1s.jpg" alt="" width="250" /></a><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/4.jpg"><img class="nofloat" title="At sea 2012" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/4s.jpg" alt="" width="250px" /></a><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/3.jpg"><img class="nofloat" title="New plan" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-28-2013/3s.jpg" alt="" height="132px" width="308px"/></a> </div>
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		<title>Auftritte in Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2013 22:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen Schüttelfrost und Bronchitis möchte ich noch schnell, wie versprochen, die Termine für meine Auftritte auf der BOOT in Düsseldorf durchgeben. Und zwar am nächsten Wochenende, am Samstag 26.01. 16.30 &#8211; 17.00 Uhr und am Sonntag 27.01. 11.30 &#8211; 12.00 Uhr, jeweils in Halle 14 [Link]. Ich freue mich auf euch! Und natürlich werde ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Schüttelfrost und Bronchitis möchte ich noch schnell, wie versprochen, die Termine für meine Auftritte auf der <a href="http://www.boot.de/">BOOT</a> in Düsseldorf durchgeben. Und zwar am nächsten Wochenende, am Samstag 26.01. 16.30 &#8211; 17.00 Uhr und am Sonntag 27.01. 11.30 &#8211; 12.00 Uhr, jeweils in Halle 14 [<a href="http://www.boot.de/cipp/md_boot/lib/pub/object/downloadfile,oid,39263/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Bühnenprogramm_Wassersportarena.pdf">Link</a>]. Ich freue mich auf euch! Und natürlich werde ich bis dahin wieder fit sein und etwas mehr erzählen als heute, versprochen! Schon wieder zwei Jahre her, unglaublich, wenn ich mir die alten Bilder von 2011 anschaue, da lag das alles noch vor mir:</p>
<div class="gallery-class"><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-2-2011/1.jpg"><img class="nofloat" title="Boot 2011" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-2-2011/1s.jpg" alt="" width="250" /></a> <a class="image" href="http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dcbb9tVjd7Ek&#038;h=b396f"><img class="nofloat" title="Boot 2011" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-2-2011/2s.jpg" alt="" width="250" /></a> <a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-2-2011/3.jpg"><img class="nofloat" title="Boot 2011" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-1-2-2011/3s.jpg" alt="" width="250" /></a> </div>
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		<title>Neue Videos und Bilder</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 12:47:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Video Teaser ist online! Hoffe er gefällt. Bin mit den SD-Karten noch immer nicht durch, aber es wird langsam. Auch wollte ich euch auf ein neues Buch hinweisen, in dem mein Abenteuer Platz gefunden hat: Der Bestseller &#8220;Einmal im Leben&#8221; wurde in einem weiteren Band neu aufgelegt. Eine der zehn großen Geschichten im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neuer Video Teaser <a href="http://bit.ly/XSaKkS" target="_blank">ist online!</a> Hoffe er gefällt. Bin mit den SD-Karten noch immer nicht durch, aber es wird langsam. Auch wollte ich euch auf <a href="http://www.amazon.de/Einmal-Leben-Bd-Abenteuer-Solitäre/dp/3834211656">ein neues Buch</a> hinweisen, in dem mein Abenteuer Platz gefunden hat: Der Bestseller &#8220;Einmal im Leben&#8221; wurde in einem weiteren Band neu aufgelegt. Eine der zehn großen Geschichten im Buch, dokumentiert meine Aktion. Vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk für Wasserratten und Abenteurer?! Ich finde die Bilder im Buch einfach großartig. Sicher ein schöner Lesevertreib, bis mein eigenes Buch fertig ist. Und wo ich gerade den Rundumschlag mache: In der aktuellen &#8220;<a href="http://www.taucher-revue.ch/sites/ausgaben/fruehere_ausgaben.html?ausgaben:view=details&#038;id=106" target="_blank">Taucher Revue</a>&#8221; ist auch ein richtig schöner Artikel über den Unterwasserlärm, OceanCare und Row for Silence von Ed Lüber drin. </p>
<p>Aktuell steigt die Anzahl der Interviews wieder, spannende Sachen erwarten euch im Januar und Februar. Auch halte ich ab 2013 wieder vermehrt Vorträge. Wie es ausschaut, stehe ich dann auch wieder in Düsseldorf auf der &#8220;<a href="http://www.boot.de/cgi-bin/md_boot/custom/pub/content.cgi?ticket=g_u_e_s_t&#038;lang=1&#038;oid=19583&#038;suchwort=Jakait&#038;and_or=AND">Boot</a>&#8221; auf der Bühne. Falls ihr also noch einen Grund benötigt, um doch hin zu fahren: Ich bin da, und bringe reichlich exklusive Bilder und Videos mit. Und vielleicht erwartet euch dort auch die eine oder andere Überraschung und Ankündigung. So bald ich nähere Infos habe, gebe ich die natürlich hier durch.</p>
<p>Ich fürchte, das wird der letzte Blogeintrag in diesem Jahr werden. Ich wünsche euch allen schöne Feiertage. Solltet ihr Entzugserscheinungen vom Blog bekommen, denkt bitte daran, dass ich reichlich auf <a href="http://www.facebook.com/jjakait">Facebook</a> und <a href="https://twitter.com/Rowforsilence">Twitter</a> schreibe, und dort auch viele neue Bilder hochlade. Ich bedanke mich noch einmal bei allen, die mich in diesem (und im letzten) Jahr unterstützt haben, und es mir ermöglichten so eine verrückte Zeit erleben zu dürfen. Was für ein Jahr!</p>
<p>Also, wir lesen uns 2013 wieder. Spannendes wartet dann darauf hier geteilt zu werden. Bleibt neugierig!</p>
<div class="gallery-class"><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-12-12-12/1.jpg"><img class="nofloat" title="No.1" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-12-12-12/1s.jpg" alt="" height="140px"  /></a><a class="image" href="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-12-12-12/3.jpg"><img class="nofloat" title="No.1" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-12-12-12/3s.jpg" alt="" height="140px"  /></a><a class="image" href="http://www.youtube.com/watch?v=7Ur7SGWvbMo" target="_blank"><img class="nofloat" title="No.1" src="http://www.rowforsilence.com/assets/Blog-12-12-12/2s.jpg" alt="" height="140px"  /></a>
</div>
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		<title>Ein Jahr danach &#8230; Und Jetzt?</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 21:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade erst brach der erste Jahrestag über mich herein. Vor einem Jahr, am 23.11.2011, stach ich in See. Und nun? Feiert man so was? Und wenn doch, wie lange? Für neunzig Tage, solange wie es brauchte um in Barbados anzukommen? Ein Jahr also ist es her, dreihunderdfünfundsechszig Tage. Geht also auch vorbei, irgendwie. Wie alles [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade erst brach der erste Jahrestag über mich herein. Vor einem Jahr, am 23.11.2011, stach ich in See. Und nun? Feiert man so was? Und wenn doch, wie lange? Für neunzig Tage, solange wie es brauchte um in Barbados anzukommen?</p>
<p>Ein Jahr also ist es her, dreihunderdfünfundsechszig Tage. Geht also auch vorbei, irgendwie. Wie alles im Leben. Aber hätte ich mir das damals vorstellen können? Was hatte ich denn erwartet, wie ich mich heute fühlen würde, neuntausend Stunden später?</p>
<p>Ich hatte keine Ahnung PUNKT</p>
<p>So viele Fragen stopfte ich mir in Portugal in die Taschen, und erhoffte mir, da draußen die Antworten finden zu dürfen. Ich meinte, ich hätte dann sicher einen noch verrückteren Plan fürs Leben, wüsste was ich als Nächstes beruflich wagen möchte, in Zukunft auf dem Ozean plane, wie ich das Ding mit dem Älterwerden in den Griff bekomme, gesünder lebe und vor allem: wie ich einfach Richtiges und Gutes tue. So Sachen eben.</p>
<p>Nur die Antworten die ich mir erhoffte, die fand ich nie. Nicht da draußen, nicht zurück an Land. Vielmehr erscheinen mir die Fragen heute richtiggehend naiv. Schon nach vier Wochen auf See stiegen andere Fragen in mir auf. Ich war auf alles vorbereitet, meinte ich. Aber nicht auf diese Fragen, auf diese  Zukunft, auf den heutigen Tag. Die Fragen die mich heute antreiben sind gänzlich andere &#8211; das ist es, was im Kern die Veränderung beschreibt: Die Fragen haben sich verändert.</p>
<p>Die Einsamkeit da draußen hat etwas in mir angestoßen, zweifellos. Meine Perzeption der Welt wurde bunter, auf einem blauen Ozean, vorm blauen Horizont. Dort, wo sich sonst meist nur Blau und Blau zu Sonnenblond vermischt, das dann als nasser Farbklecks in den Himmel steigt, und zurück in die See tropft. Aus Blau und Blond wurde plötzlich sogar schimmerndes Meeresgold.</p>
<p>Doch zurück im Großstadt-Dschungel, begann ich unter dem Strahlen dieses Schatzes zu leiden. Zu bunt, zu laut, zu viel &#8211; und nichts davon von großer Bedeutung. Was ich intellektuell immer längst zu wissen meinte, tat plötzlich weh, wo ich es wirklich begriff: „Hier stimmt etwas nicht!“</p>
<p>Wir jagen falschen Werten hinterher, und fürchten auch noch sie zu verlieren, wo wir sie nur endlich in den Händen halten. Ängste und Begierden. Unsere Sinne degenerieren in diesem Spiel. Die Welt wurde wieder blau und gelb. Stunde um Stunde ein bisschen mehr. Dieser Prozess war greifbar, die Welt zerlegte sich vor meinen Augen in die absolut notwendigen Basisfarben. </p>
<p>Ich habe gelernt -und lerne noch immer- mich dem zu verweigern. Es ist ein schwieriger Prozess, aber auch aufregend, überraschend, gut. Es ist überwältigend um ehrlich zu sein. Ein größeres Abenteuer als eine Ozeanquerrung im Ruderboot, in jedem Fall. Aber das ist eine lange Geschichte.</p>
<p>Was in den letzen 12 Monaten also passiert ist?</p>
<p>Aus mir wird einer dieser verschrobenen Charaktere, die ich früher immer belächelt habe. Ich verliere mich wieder in wunderbaren Kleinigkeiten, stelle mich meinen größten vorstellbaren Ängsten und mache meinen Frieden mit mir und der Welt. Und plötzlich finde ich das Verschrobensein ganz großartig. „Rudern für die Stille“ &#8211; vor 12 Monaten hatte ich keinen Schimmer, was „Stille“ noch alles bedeuten könnte. Vor allem für mich. Ich komme an in der Stille, in einer schreienden Welt. Ich finde und verändere mich, und mit mir verändert sich die Wahrnehmung, die Interpretation der Welt. Dinge die ich jahrelang erzwingen wollte, und oft darin scheiterte, passieren einfach von allein und nebenbei, oder lösen sich in Bedeutungslosigkeit auf. Alles fügt sich zusammen zu einem einzigen Punkt in Zeit und Raum: Dem ICH im JETZT, im Moment. Klingt vielleicht ernüchternd, aber jeder einzelne Ruderschlag der mich hierher brachte, wurde mit Meeresgold vergütet. Ein Vermögen für die Sinne!</p>
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		<title>Meer der Ruhe</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2012 16:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sommertage dünnen sich merklich aus. Als wäre der Sommer von diffusem Haarausfall betroffen, streife ich in diesen Tagen auch besonders achtsam und vorsichtig durch die letzten verbliebenen goldenen Strähnen und Sonnenstrahlenbündel, die über mir durchs Astwerk brechen. Mit ihnen fallen auch schon die Blätter wie Schuppen aus den Haarschöpfen der Baumkronen &#8211; das schaut [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sommertage dünnen sich merklich aus. Als wäre der Sommer von diffusem Haarausfall betroffen, streife ich in diesen Tagen auch besonders achtsam und vorsichtig durch die letzten verbliebenen goldenen Strähnen und Sonnenstrahlenbündel, die über mir durchs Astwerk brechen. Mit ihnen fallen auch schon  die Blätter wie Schuppen aus den Haarschöpfen der Baumkronen &#8211; das schaut nicht gut aus! Die Sonne schleicht sich bald mit kahlem Kopf davon. Jetzt sitze ich hier, auf dem Gemäuer der alten Klosterruine, oben auf dem Berg, und verabschiede mich von ihr. Sie packt ihre Koffer, therapiert sich, und Bifröst ist auch nicht mehr da. Endgültig weg. Die Halle ist leer. Ach ja, das waren die Neuigkeiten die ich eigentlich teilen wollte: Das Boot ist weg!</p>
<p>Ich bin erleichtert. Vermisse es nicht. Bin geerdet, und denke, dass sie in guten Händen gelandet ist. Das Kapitel ist dann auch abgeschlossen, jetzt räume ich noch ein wenig auf, kehre zusammen. Verliere mich nicht mehr wirklich in Erinnerungen, schaffe vielmehr Platz für Neues, das auf diesem fruchtbaren Boden wachsen sollte. Auch im Herbst. Gute Nachrichten für Euch: Auch die Pläne für den Pazifik konkretisieren sich [langsam], wenngleich das wieder ein langer, langer Weg wird, bis ich die Segel hissen kann. Ich werde über den Stillen Ozean segeln, wieder allein, sicher. Aus anderem Antrieb, als Nebenprojekt, nicht gleich morgen. Es wird in jedem Fall ein ganzes Stück weit ein anderer Mensch sein, der dann das Boot steuert. Vielleicht wird sie nicht mehr soviel schreiben, vielleicht ist sie leiser geworden, hat die Stille endlich gefunden. Wir werden sehn.</p>
<p>Aber immer mit der Ruhe, nichts eilt, alles findet und fügt sich gerade zusammen. Wie von selbst. Ich sitze, atme, spüre den Luftzug der Veränderung der das Laub aufwirbelt. Das ist alles. Es ist, und es soll nicht anders sein. Ich bin, und ich soll nicht anders sein. Die letzten Monate waren aufregend stürmisch, euphorisch, überwältigend in jeder Facette. Das ist was fürs Buch, vielleicht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Jetzt bleibe ich noch ein wenig hier sitzen, meditiere bis mir wieder die ersten Fledermausschwärme um den Kopf schwirren, dann packe den Sommer zusammen, und hoffe dass mir der Mond den Weg nach Hause ausleuchtet.</p>
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		<title>Der Moment wo du sprachlos bist</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 19:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es Neuigkeiten? Es ist so still geworden hier! Row for Silence &#8211; Mission accomplished! Aber dabei weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll. Weiß aber, dass im Schweigen oft mehr zu ergründen ist, als im Schreiben. Und ich habe wahrlich genug geschrieben, oder? Nun, fange ich also am Besten gleich am Ende [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es Neuigkeiten? Es ist so still geworden hier! Row for Silence &#8211; Mission accomplished! Aber dabei weiß ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll. Weiß aber, dass im Schweigen oft mehr zu ergründen ist, als im Schreiben. Und ich habe wahrlich genug geschrieben, oder? Nun, fange ich also am Besten gleich am Ende an, überspringe die letzten Kapitel und spare die Inhalte der Artikel aus, die in den letzten Wochen erschienen. Wem jetzt das Eine oder Andere fehlt, der kann <a href="http://www.facebook.com/jjakait">hier</a> nachlesen. Also … </p>
<p>Ich verkaufe wohl mein Boot, ziehe endlich nach Heidelberg, habe mehr als 3/4 meiner Habseeligkeiten entsorgt, mich befreit von fast allem Ballast &#8230; und ich lächle. Ich lächle zufrieden, während ich versuche die letzten Koffer zuzubekommen. Nein!, das ist untertrieben, ich bin überwältigt von mir selbst und aufgeregt, wo ich nach vorn schaue. Ich wünschte alles würde in einen Koffer passen &#8211; alles drin was ich wirklich brauche. Ganz schaffe ich das allerdings leider nicht: Auch die größten Idealisten scheitern an der Buchhaltung. </p>
<p>Der Ballong in dem ich saß, der ist endlich ganz geplatzt, und mit Ihm auch die Naivität, die fehlende Reife und die Oberflächlichkeit. Was habe ich über die ganze Welt gegrübelt, über Sinnhaftigkeit menschlicher Abenteuer, über spektukuläre Ziele im Leben und die Werte, die es darin zu finden gilt. Aber in Wirklichkeit habe ich da draußen, allein auf dem Ozean, keine Antworten gefunden. Dafür aber etwas ganz anderes: Andere Fragen nämlich, zu deren Kern ich an Land nie vordringen durfte. Versteckt waren sie unter all dem maskierten Unsinn, der da in einem spektakulären Fragen-Feuerwerk jeden Tag aufs Neue abgebrannt wurde. Gelöscht wurde mit einem Regen aus sinnfreien Antworten und Ablenkung durch eine (Über)Flut an Reizen, die da beständig auf mich einstürzten. Alltag eben. Jetzt schlage ich die Augen auf!</p>
<p>Also, von wegen weiter rudern oder noch höher klettern! Ich bin da, wo ich hin wollte, am Anfang, bin in mir selbst angekommen. Genau genommen lag das Ziel die ganze Zeit direkt vor mir. Nur die Erkenntnis traf mich wie die Axt an der Schläfe. Die letzten Neuronen feuerten noch im Kurzschlusses an der Einschlagstelle, und dann ward es Licht hinten den Augendeckeln. So gleißend hell, und es regnete fingerhutrote Farbe hinter den dilatierten Pupillen. In Panik treibt da das Herz noch einen letzten halben Liter Blut in den offenen Schädel &#8211; dann erbricht es sich mit leerem Magen in die Aorta und bleibt stehen. Here we are! Ich musste eigentlich nur umfallen, dann wäre ich genau dort gelandet, wo ich hin wollte: Auf meinen eigenen Füßen. So aber bin ich eben  erstmal um die Welt gerudert und habe versucht mich selbst einzuholen. Jetzt bleibe ich erstmal liegen in diesem Rausch.</p>
<p>Darf man so was sagen? Klingt so etwas nicht völlig meschugge? Auch egal. Die letzten Monate im bunten Vergnügungspark des Landlebens waren, trotz aller Karusselle und Schaukeln, doch nur Achterbahnfahrten. Keine Ahnung wo es hin gehen sollte. Hoffte nur, die Schienen würden nicht irgendwann einfach aufhören und mich zurück in den üblichen Alltag oder mich -so ganz unkompliziert- einfach in den nächsten Ozean schleudern. Nein, tatsächlich war’s einfach nur eine Schleife die ich gedreht habe. Viele Schleifen. Und was für welche! Umwege also, die man manchmal gehen muss, um den Beginn eines Weges wieder zum Ziel zu machen. Solange im Kreis, bis mir übel war, bis ich dort wieder aussteigen wollte, wo ich eingestiegen bin. Und jeder Weg beginnt im Kopf. Bei sich selbst. Und in meinem Kopf ist gerade alles andere als Alltag und Stille. Ich bin überwältigt! Einfach nur überwältigt, nachdem mich die &#8220;Axt der vorübergehenden Erkenntnis&#8221; letzte Woche voll erwischt hat. Oder anders ausgedrückt: Anstatt weiter vorsichtig an meiner Zukunft herumzuschnitzen, habe ich mich bewusst fürs Holzspalten mit der größten verfügbaren Axt entschieden &#8211; bringt schnellere Ergebnisse, auch wenn es eben mal daneben gehen kann. Es ging daneben &#8211; Ein Glück aber auch! Die Holzscheite liegen nun trotzdem hier, und auch wenn die einschlagende Erkenntnis alles umwarf woran ich mich bisher in meinem Kopf festhalten wollte, ich kann jetzt wenigstens ein großes Feuer machen und einen ganz neuen, völlig unbeschrittenen Weg ausleuchten, den ich da nie vor mir erwartet hätte. Und selbst wenn &#8211; ich hätte weder den Mut gefunden ihn zu gehen, noch hätte ich das benötigte Rüstzeug in der Hand gehalten. Ein Stück kann ich nun im Licht des Feuers gehen, mit handgezeichneten, vagen Karten in der Hand. Einige davon habe ich auf dem Meer gefunden.</p>
<p>Darf man also alle alten Pläne über den Haufen werfen, darf man einfach auf der Autobahn umdrehen? JA! finde ich, denn kein Weg ist es wert gegangen zu werden, wo man darauf stehen bleibt oder trotz aller optimistischen Beschilderung in die falsche Richtung fährt. Wie immer sich eine richtige oder falsche Richtung auch definieren mag. Und ich habe jetzt so einen Affenzahn drauf &#8211; in meine richtige Richtung, und ich empfinde den Pazifik als Bremse. Denn das ist er auch. Nichts als ein weiterer Atlantik. So wunderschön er auch ist. </p>
<p>Ich relativiere die Ruder-Reise und mich selbst, und das ist gut so! Ich möchte nicht für den Rest meines Lebens jemand sein, der „immer ganz schön zu rudern hatte im Leben“ und darüber auch noch definiert wird. Denn das war ich nicht, bin ich nicht und werde ich nie sein. Ich rudere nicht durchs Leben, ich springe hinein und klettere wieder heraus wenn es nicht tief genug ist. Versuche es im Zweifel halt an einer anderen Stelle. Ich bin dankbar für diese Erfahrung auf See, ja!, es war unglaublich und unglaublich lehrreich &#8211; aber die wirklich großen Ziele in meinem Leben, die kann ich nicht auf einem Ozean erreichen. Egal auf welchem. Man kann höchstens Anlauf dort nehmen. Vielleicht muss man das auch?! Ich bin stolz auf mich &#8211; und wie! Ich bin stolz auf diese wunderbare Kampagne deren Teil ich sein darf, dankbar für die WIRKLICH inspirierenden Menschen, die ich auf diesem Wege kennenlernen durfte. Gerade das Team von OceanCare möchte ich von ganzem Herzen hier herauspicken, stellvertretend für alle, die an mich geglaubt haben (auch schon vor Ankuft in Barbados *gr). Menschen, die sich an Ihren Idealen aufzurichten wissen, und sich dafür einsetzen. Diesen Abschnitt der Reise werde ich  auch in meinem neuen Weg mit einflechten! Aber ich denke, diese drei Monate auf See waren für mich ganz persönlich auch irgendwo der dringend notwendige Entzug von Ablenkung und Common-Sense-Irrtümern auf ganz anderen Abschnitten des Weges. Und es war die längst überfällige Distanzierung von vielen Menschen am entfernten Wegrand, die lieber stillstehen und denen beim Zuschauen schwindelig wurde, von mir auf meiner Kreisbahn. Die mich für einen Esel mit einer Möhre vor dem Kopf halten. Mich muss nicht mehr jeder &#8220;nett&#8221; finden, stellte ich fest &#8230; und ICH muss nicht mehr jeden nett finden um jeden Preis. Ich akzeptiere jeden wie er ist, wie er mich nimmt &#8211; auch wenn größere Distanzen zwischen uns liegen. Jeder darf aufzehren was er will: Geld, Träume, seinen Job, seine Familie, sogar sich selbst &#8211; ich wollte einfach nur diese Möhre! Wir sind alle nur hungrig.</p>
<p>Ich konnte da draußen in schlimmen Nächten meine Ängste relativieren, sehr dienlich, wenn der folgende Weg noch mehr Mut benötigte. Und wie ich jetzt weiß, war der neue Weg der gefährlichste, den ich je in meinem Leben angetreten bin. Der Ozean hat mich angebrütet, jetzt habe ich das ganze Ei zerschlagen. Wie auch immer. Solltet Ihr die Abenteuer auf dem Ozean vermissen, dann finden sich andere Menschen, die wieder und wieder darüber rudern, segeln oder paddeln. Es gibt tausende dieser Geschichten und es wird immer einen Weg geben diese neu zu erfinden. Es können Eure eigenen Geschichten werden, oder die von Menschen, die Ihr unterstützen könnt und sollt. Wir bereichern die Welt mit Anteilnahme, und ich bin Euch dankbar, dass wir zusammen die Welt bereichert haben. Nein, das ist sicher nicht naiv. Ich werde irgendwann wieder auf das Wasser zurückkehren, aber unter ganz anderen Vorraussetzungen &#8211; nicht weil es verrückt ist, nicht weil es ein weiteres Abenteuer ist,  sondern einfach weil es ein Ort der Stille ist, den ich so sehr liebe, weil ich mich dort wohl fühle. Wie und womit ich wieder auf die Ozeane zurückkehre, das lasse ich erstmal offen. Mit welchen neuen Charakterstärken ich das tue, nun, ich denke das wird die spannendere Frage sein. </p>
<p>Einen Ozean zu Überrudern &#8211; der beste <strong>erste Schritt</strong>, den ich jemals im Abenteuer Leben wagen konnte. Sicher ein großer. Ein erster Schritt in eine Zukunft, die soviel „verrückter“ ist, als einen weiteren Ozean zu durchpaddeln. Wenn es ein Schicksal gäbe, dann hätte ich allen Grund anzunehmen, dass mein Weg mit großem Plan zum heutigen Tag abgesteckt war. Aber das ist Unsinn, ich habe einfach alles versucht und die Summe dieser Versuche liefert eine Zahl, die auch durch Eins teilbar ist. Durch mich selbst, und durch das Ganze. Wie alle anderen Zahlen auch. </p>
<p>Wir werden im Leben nur von zwei Dingen getrieben: Von unseren Begierden, und unseren Ängsten. Und wo wir in allem Überfluss gar nicht mehr wissen was wir wirklich begehren [begehren möchten], dann bleibt nur mehr Raum für die Angst davor endlich aufzubrechen, und wirklich mal zu suchen. Die Erfüllung im Leben liegt darin, so glaube ich, diese dünne Linie zwischen hoffentlich gleichgroßen Fronten von Ängsten und Begierden entlangzusegeln. Dieser Kurs liegt meist hart am Wind. Aber oft segeln wir nur mit Ihm, oder auch ganz vergeblich gegen ihn. Wir könnten den Spinnaker setzen und mit vollem Segel vor dem Wind ablaufen, oder wir können uns mit sturem Willen ganz ganz klein machen und uns gegen ihn stellen &#8211; wie auch immer: In beiden Fällen erreichen wir nur selten unsere Ziele, sondern meist nur die des Windes der zwischen den Fronten verwirbelt- erreichen aber mit Sicherheit wieder nur den eigenen beschränkten Horizont, an dem nur eine weitere neue Angstfront aufzieht.</p>
<p>Wir leben in einer unfassbaren Zeit, mit unfassbaren Möglichkeiten, in einer unfassbar schönen Welt. Aber alles was wir oft sehen, sind die Grenzen, die wir zu Fuss erreichen können. Und wir sehen den kondensierten negativen Müll, den wir mit uns herumschleppen. In den Händen und im Kopf. Und dabei sind doch die Müllsäcke alle nur aus dünner Hoffnung gewoben. Anstatt sie mit wegzuwerfen und gegen neue zu tauschen, sollten wir sie, in unserem eigenen Interesse, mal ausleeren, säubern und sammeln. Dann bleibt irgendwann vor Hoffnung kaum mehr Platz für neuen Müll. Wir haben nicht nur ein Müllproblem in unseren Ozeanen, wir haben auch eines in unseren Köpfen und Händen. Und es geht nicht um das Klugscheisser-Privileg das zu wissen, sondern es geht darum es zu begreifen. Es wirklich zu begreifen.</p>
<p>Wie auch immer ich in Zukunft meinem neuen Weg hier teilen werde, ich bedanke mich bei Euch, dass ihr an mich geglaubt, mit mir mitgefiebert habt. Diese Reise im Ruderboot ist zu Ende. Und es begann unlängst das nächste, viel größere Abenteuer in meinem Leben. Das Verrückteste was ich je getan habe &#8230; mal wieder. Bald werde ich 35 Jahre alt, und sehe zum ersten mal nichts anderes vor mir als Möglichkeiten und Chancen alles zu erreichen, was ich jetzt erreichen will. Das muss sich völlig naiv anhören, nein, schon klar! Sei&#8217;s drum, ich verweile gerade ein wenig auf dem Wellenkam und binde mir eine neue Möhre an die Angel. Genieße diese Freiheit, das Glück und größte innere Zufriedenheit ihr nachjagen zu dürfen. Frei, und ich meine wirklich Frei, von allen Ängsten und Sorgen die am Horizont aufziehen mögen. Ich denke ich habe den Schlüssel für mich gefunden. Und irgendwann kehrt vielleicht sogar meine wirkliche Naivität zurück &#8230;. und dann verteile ich Mülltüten mit einem Loch im Boden. </p>
<p>Ich bin sicher weiter aktiv auf Facebook. Erstmal weniger im Blog nehme ich an. Vielleicht ändert sich das bald wieder. Ich habe soviel zu erzählen, aber nichts davon ist im Moment besonders gut in langen Sätzen aufgehoben. Vielleicht lerne ich bald kürzer zu schreiben, oder mein Lächeln in Buchstaben zu malen, was auch im Sinne des Buches wäre. Bis dahin: Passt auf Euch auf! </p>
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		<title>Neues aus der Puppenstube</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 16:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Will nicht aus dem Rausch aussteigen, will nicht runterkommen! Auf dass es mir das Trommelfell zerfetzt unter den Kopfhörern. Aber so kann ich nicht schreiben. Und ich soll schreiben, sagt ihr! Und ich muss schreiben &#8211; recht habt ihr! Also: STOPTASTE! Anhalten, Luft holen. Messen wir den Puls! Wie geht es mir? Keine Seifenblase mehr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Will nicht aus dem Rausch aussteigen, will nicht runterkommen! Auf dass es mir das Trommelfell zerfetzt unter den Kopfhörern. Aber so kann ich nicht schreiben. Und ich soll schreiben, sagt ihr! Und ich muss schreiben &#8211; recht habt ihr! Also: STOPTASTE! Anhalten, Luft holen. Messen wir den Puls! Wie geht es mir?</p>
<p>Keine Seifenblase mehr in der ich vom Wind herum geblasen werde, nein, sesshaft bin ich geworden. Habe mich ins Leben zurück ge(k)lebt. Habe mir einen Kokon gesponnen und verpuppe angeheftet im Geäst der alten Linde, direkt in der Mitte des Kreisverkehrs. Autos und Menschen, und Menschen in Autos schwirren mir ums neue Domizil. Manchmal schiebe ich den Kopf zwischen den Seidenfäden raus und rufe ihnen zu. Manchmal. Und ab und an bleibt sogar ein Wagen stehen, kurbelt die Scheibe runter und dann antwortet einer. &#8220;Gibt es dich auch noch!?&#8221;</p>
<p>Presswurst im Speckmantel. Fast wie im Boot. Platz ist hier keiner. Habe mir noch zwanzig Buchziegel von über 300 Seiten mit eingeflochten &#8211; hier und da werfe auch einen davon enttäuscht auf die Strasse. Sollen andere darüber fahren!</p>
<p>Also, ich verpuppe. Verpuppe mit Heidegger, Bukowski und Desartes. Und habe keine Ahnung was hier am Ende aus dem Kokon schlüpft. Die Bücher helfen mir auch nicht bei der Bestimmung &#8211; sind ja nichtmal Bestimmungs-Bilder drin. Aber sicher wird&#8217;s kein bunter Schmetterling. Doch wachsen mir definitiv zwei Flügel am Rücken, ja, ganz sicher! Das werden mal Flügel! Da bohrt sich was durchs Fleisch. Unangenehm, es tut weh. Vielleicht werde ich eine Fliege? Oder eine Motte? Nachtschwärmer? Auch zwei Antennen sehe ich da am Kopf. Reagiere damit bereits in Gesprächen auf unterschwellige Oberwellen und auf Worte, die zwischen den Zeilen ausgestossen wurden. Ein neuer achter Sinn? Also doch keine Fliege! &#8230; auch wenn einiges was ich da vernehme ziemlich stinkt. Aber Fliegen haben keine Antennen, oder doch?</p>
<p>Ich verpuppe langsam, ich brauche Zeit. Keine Ahnung wohin ich fliege, wo ich nur erst mal fliegen kann. Mein Boot ist anscheinend in Hamburg angekommen, liegt im Zoll. Vielleicht darf ich es nächste Woche abholen? Dann müsste ich erstmal raus hier. Wer weiß wie ich dann aussehe &#8211; so halbfertig? Ich vermisse es … hier fehlt was. Will es an meiner Seite haben.</p>
<p>Es passiert so viel im Moment, und doch, nichts davon ist sättigend genug für ein Dreigänge-Blogmenü. Nichts ist relevant für einen langen Eintrag hier. Also, was soll ich nur schreiben? Weiß es nicht. Dass es mir gut geht vielleicht? Ja, das tut es. Und weiter? Aber das wäre vielleicht genug für die 140 Zeichen auf Twitter, nicht für den Blog. Dass ich das Buch schreibe wisst ihr bereits, dass ich noch immer Bilder sortiere und Videos sichte. Kommt schon, ich will euch nicht lang mit meiner Langsamkeit langweilen! </p>
<p>Wie bekommen wir nur etwas mehr Adrenalin in meine Adern? Könnt’ mich am Bungee-Seidenfaden vom Baum stürzen. Irgend so ein Schnellschuss. Irgendwas Spannendes. Aber nein, will auch keiner sehn?! Das Ausrufzeichen geht an mich, das Fragezeichen an Euch. Und so denke ich, verbleibe ich für den Facettenaugenblick. Verpuppe noch ein wenig. Solang&#8217;, bis ich wieder etwas zu erzählen habe und mich wieder zeigen kann. Mit diesen seltsamen zwei Flügeln da hinten. </p>
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		<title>Stolpersteine und Schlaglöcher</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 21:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janice</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich ahne es, das hier wird ein komplizierter Eintrag. Zumindest wo ich mich wirklich überwinde, ehrlich bleibe und schreibe was ich gerade noch so mutig in den Blog tragen wollte. Missverständnisse vorprogrammiert! Mehr als zwei Wochen sind vergangen seit meiner Rückkehr vom Ozean, und ich beginne langsam zu verstehen, dass ich nicht mehr so problemlos [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich ahne es, das hier wird ein komplizierter Eintrag. Zumindest wo ich mich wirklich überwinde, ehrlich bleibe und schreibe was ich gerade noch so mutig in den Blog tragen wollte. Missverständnisse vorprogrammiert! Mehr als zwei Wochen sind vergangen seit meiner Rückkehr vom Ozean, und ich beginne langsam zu verstehen, dass ich nicht mehr so problemlos funktioniere im Alltag &#8211; und einen Großteil meiner Energie darauf verwende, mich vor dem Schatten dieser Tatsache, im bunten Licht der Ablenkung zu verstecken. Ja, der Alltag ist tatsächlich zurück, und so schön die Seifenblase auch ist, in der ich gerade noch Schutz finde, sie schwebt dennoch nunmehr nur noch über Asphalt und nicht über dem Wunderland. Und sie schwebt nicht mal mehr richtig, sie schlingert mehr und mehr um einen Ereignishorizont herum. Fakt ist: Vor mir rotiert ein Schwarzes Loch! Das berühmte schwarze Loch am Ende einer großen Anstrengung. Und Fakt ist auch: Es verschwindet nicht einfach, nur weil ich mich weigere hinzusehen. </p>
<p>Es gibt so viel zu tun. Emails und Briefe warten; die Webseite verwaist; die Planungen fürs nächste Projekt; Interviews; das Buch … hilft nix: Da ist trotzdem ein Schwarzes Loch und es zerrt an mir, zieht mich durch den Raum, egal wie schwer ich mich noch mit Aufgaben belade. Es zerrt und zerrt an mir, und wann immer ich es mit geschlossen Augen in seiner kompletten Ausdehnung überlicke, verspüre ich auch Erleichterung in dem Gedanken, mich vielleicht einfach hinein fallen zu lassen. Und dann? Dauerschlaf und Ewigträume? </p>
<p>Nein, gibt Schlimmeres, aber ich meine was soll ich sagen: Ich bin zurück, ich habe mich verändert &#8211; die Welt in die ich zurückkehrte ist jedoch die gleiche geblieben. Ich bin in einer Schutzblase, aber nicht mehr an die Geschwindigkeit an Land gewöhnt. Doch von den Reizen überflutet. Folglich durchlöchern mich alte und unbequeme Tatsachen, wenn auch abgemildert, noch immer &#8211; nun halt einfach mit doppelter Schussfrequenz: Der gleiche Mist in den Nachrichten, die gleichen Kopfschmerzen wenn ich das Autoradio andrehe. Augenkrebs im Internetbrowser und womöglich Magenkrebs von der bunten Chemie-Cuisine in meinem Kühlschrank. So Sachen eben. Und draußen, In der Stadt? &#8211; Überall ist Krach, aber ich vernehme keine Botschaft. Aus allen Richtungen durchlöchern mich sterile Farben, die aber nach nichts riechen oder schmecken. Eine Vergiftung der Sinne. Wie ich mich fühle? Ich fühle mich, als wäre ich mit Lichtgeschwindigkeit in meinem Puppenstubenboot gerudert, hätte die Zeit dilatiert und schlage nun als kleines Kind wieder genau auf dem selben Spielplatz auf, den ich einst als Erwachsene verlassen und vergessen habe. Will wieder spielen, aber inzwischen ist der Sandkasten verdreckt, das Klettergerüst natürlich verrostet und die Schaukel quietscht, dass es in den Ohren schmerzt. Und dann steht auch noch so ein Typ am Eingang und verlangt jetzt Eintrittsgeld. Absurd. Bin ich hier wirklich richtig? Der selbe Spielplatz? Die selbe Stadt? Das selbe Land? Ist es überhaupt der richtige Planet auf dem ich wieder (an)gelandet bin?</p>
<p>Ich glaube es ist immer einer Frage wie sehr man sich auf sein Erleben einlässt &#8211; bin mir sicher dass andere längst wieder komplett angekommen wären und wie ein Uhrwerk funktionierten. Aber ich finde diese Erfahrung faszinierend. Man steht neben der Welt und ein wenig neben sich selbst. Folglich weiß man auch nicht wohin mit der Euphorie die man im Gepäck hat. Hat man doch soviel Euphorie und Hoffnung zurückgebracht &#8211; aber ist damit in einer Seifenblase gefangen, kann es nicht recht verteilen. Diese schwarze Löcher am Ende einer so langen Reise sind keine Überraschung &#8211; sie gehören dazu und sie rotieren vielleicht auch zu einem großem Teil um den Kern der Ernüchterung, nun nicht einfach aus der Schutzblase springen, und mit dem Zauberstab die Welt verzaubern zu können. So ein Mist aber auch!</p>
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